Fischölkapseln – Omega-3-Fettsäuren in Kapselform

Fischölkapseln

Fischölkapseln enthalten konzentriertes Omega 3 Öl, welches viele gesundheitliche Vorteile für den menschlichen Organismus bietet. Bildquelle: R_Szatkowski / Shutterstock.com

Fischölkapseln als Omega-3-Lieferant gibt es in Apotheken, Reformhäusern und Drogerien zuhauf. Viele Verbraucher schwören auf die gesundheitsfördernde Wirkung und verbinden eine Reihe positiver Effekte mit ihnen. Fischölkapseln sollen bei Konzentrationsstörungen helfen, Depressionen verringern und auch in der Schwangerschaft für Mutter und Kind unterstützend wirken. Doch was ist wirklich dran an den positiven Effekten, die den Fischölkapseln zugeschrieben werden? In diesem Artikel untersuchen wir die Inhaltsstoffe von Fischölkapseln und deren Wirkung auf den Organismus. Unbestritten ist, dass der menschliche Körper Omega-3-Fettsäuren benötigt, um einige Grundfunktionen aufrecht zu erhalten. Die Fettsäuren

  • senken Blutdruck und Blutfettwerte,
  • hemmen Entzündungen und sorgen für eine geregelte Immunantwort
  • wirken der Gefäßverkalkung entgegen.

Das Problem bei Omega-3-Fettsäuren ist, dass der menschliche Körper sie nur geringfügig selber herstellt und deshalb auf die Zufuhr von außen angewiesen ist. Insbesondere zwei Omega-3-Fettsäuren, die Eicosapentaensäure (EPA) und  dieDocosahexaensäure (DHA) kommen in einigen Fischarten vor, die dritte Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) befindet sich z. B. in Walnus- oder Rapsöl.

Fischölkapseln – konzentriertes Omega 3 Fischöl

Wer nicht gerne Fisch isst, nimmt deshalb gerne Fischölkapseln als Nahrungsergänzungsmittel zu sich. So mancher verwendet das Produkt auch, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen oder diese gar zu therapieren. Neben den genannten Auswirkungen auf die Blutgesundheit sollen Fischölkapseln auch in Zusammenhang mit koronaren Herzerkrankungen hilfreich sein. Da sie den Blutdruck regulieren sollen, würde das Herz damit entlastet werden. Auch die geringere Verkalkung von Blutgefäßen stellt eine positive Eigenschaft dar, vermindert es doch die Gefahr von Arteriosklerose und damit in Zusammenhang stehenden Folgeerkranken. Es gibt unterschiedliche Studien zu Omega-3-Fettsäuren, die vorwiegend im englischsprachigen Raum durchgeführt wurden. Da die Studien jedoch unter differierenden Bedingungen durchgeführt wurden, lässt sich derzeit nicht abschließend feststellen, welche Konzentration und Wirkstoffkombination bei der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren mittel- bis langfristig zu einer nachweislichen Verbesserung des Gesundheitszustandes führen. Zweifellos sind Fischölkapseln eine sinnvolle Nahrungsergänzung, wenn kaum Fisch auf dem Speiseplan steht. Eine Einnahme sollte dennoch kurz mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Inhaltsstoffe von Fischölkapseln

Fischölkapseln sind nicht durchweg gleich, denn Fischöl ist nicht gleich Fischöl. In Abhängigkeit von der Herkunft und dem Herstellungsverfahren variieren die Inhaltsstoffe von Fischölkapseln. Die meisten Fischölkapseln werden auf Basis von Lachsöl hergestellt. Die Kapseln selbst sind aus Gelatine, gelegentlich auch aus veganen pflanzlichen Stoffen. Fischöl wird als Nahrungsergänzungsmittel oder als Arzneimittel angeboten. Fast alle Fischölkapseln liefern die Menge von Omega drei Fettsäuren, die ein Mensch zur Deckung des täglichen Bedarfs mindestens benötigt.

Pures Fischöl liefert Omega-3-Fettsäuren

Die Konzentration von Fischöl in verzehrfertigen Kapseln reicht von 500-1000 mg. Damit das wertvolle Fischöl gewonnen wird, wird den Tieren in der Zucht speziell angereichertes Futter verabreicht. Nur ganz wenige Hersteller greifen auf Öl von echten, frei lebenden Hochseefischen zurück, was zum Beispiel Hering, Anchovis oder Makrelen wären. Hersteller, die die Hochseefische nutzen, bieten ihre Produkte meist zu einem deutlich höheren Preis an. Fischöl von Lachsen und Fischöl von Hochseefischen enthält im Durchschnitt etwa 30 % Omega-3-Fettsäuren, in denen die wertvollen Fettsäuren DHA und EPA enthalten sind. Reines Fischfett liefert etwa 25% Omega-3-Fettsäuren, doch für die Verwendung in Fischölkapseln wird es einem strengen Reinigungsprozess unterzogen. In diesem Verfahren erhöht sich die Konzentration quasi automatisch. Verbraucher, die auf Fischölkapseln zurückgreifen, führen sich also eine höhere Dosis Omega-3-Fettsäuren zu, als wenn sie beispielsweise frische Makrelen essen.

Gängige Zusatzstoffe in Fischölkapseln

Ein üblicher Zusatzstoff in Fischölkapseln ist in der Regel Vitamin E. Vitamin E soll die Oxidation unterdrücken und wird deshalb den allermeisten Fischölen hinzugefügt. Notwendig ist der Vorgang, weil der hohe Anteil ungesättigter Fettsäuren sehr schnell ranzig werden würde. Vitamin E wirkt antioxidativ und schützt die Omega-3-Fettsäuren vor dem Verfall. Doch nicht nur in den Fischölkapseln können die Fettsäuren verderben, auch im Körper reagieren sie mit Sauerstoff. Das Vitamin E verhindert also auch nach Aufnahme im menschlichen Körper die Oxidation. Einige Hersteller reichern Fischölkapseln mit Vitamin B1, B6 und B 12 an und fügen wasserlösliche Folsäure hinzu. Je nach Zielsetzung können Fischölkapseln deshalb neben den wertvollen Omega-3-Fettsäuren weitere gesundheitsfördernde Bestandteile mitbringen.

Omega-3-Fettsäuren in Fischölkapseln

Wenn man von Omega-3-Fettsäuren spricht, meint man eine ganz spezielle Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind für den Menschen lebensnotwendig und können nicht von ihm selbst gebildet werden. Das bedeutet, dass wir auf die Zufuhr von außen zwingend angewiesen sind. Die biochemische Literatur bezeichnet Omega-3-Fettsäuren auch als n-3-Fettsäuren.

Omega 3 Infografik

Omega 3 Infografik: Quellen, Nutzen und Mangelerscheinungen Bildquelle: nipada_hong / Shutterstock.com

Unterschiedliche Fettsäuren im Verbund

Omega-3-Fettsäuren liegen zunächst in Form sogenannter Triglyzeride vor. Praktisch bedeutet das, dass einem Glycerin-Molekül drei (tri) Fettsäuremoleküle anhaften. Man unterscheidet zwischen einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Bezeichnung bezieht sich allerdings nicht auf den sättigenden Effekt, sondern es geht um die chemische Beschaffenheit der Fettsäure. Die Konsistenz eines Fettes gibt Hinweise darauf, ob ein Fett aus gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren besteht. Tierische Fette wie Butter und teilgehärtete Pflanzenfette wie zum Beispiel Kokosfett enthalten überwiegend gesättigte Fettsäuren. Das Fett ist bei Zimmertemperatur fest. Fette die allerdings aus einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen – gemeint sind beispielsweise Rapsöl und auch Fischöl – sind bei Zimmertemperatur flüssig.

Biochemische Einzelheiten zu Fettsäuren

Mit dem bloßen Auge ist nicht mehr zu erkennen, welche Unterschiede innerhalb der Gruppe der ungesättigten Fettsäuren bestehen. Die einfach ungesättigten Fette weisen andere Eigenschaften auf, als die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind abermals in zwei Untergruppen aufgesplittet:

  • Omega-6 Fettsäuren: Die eine Untergruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind die Omega-6-Fettsäuren (v.a. Linolsäure in Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Soja-oder Distelöl) oder Arachidonsäure (v.a. in Fleisch, Wurst und Milch).
  • Omega3- Fettsäuren: Die andere Untergruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren sind die Omega-3-Fettsäuren. Diese Gruppe umfasst drei verschiedene Fettsäuren: die Eicosapentaensäure (EPA), die Docosahexaensäure (DHA) sowie Alpha-Linolensäure (ALA). DHA und EPA sind in fettreichen Meeresfischen enthalten. Dazu gehören Hering, Anchovis, Lachs oder Thunfisch. ALA hingegen ist pflanzlichen Ursprungs und kommt z. B. in Walnuss- oder Leinöl vor.

Beide Omega-Fettsäuren-Gruppen sind essentiell für uns Menschen und müssen zwingend mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Bezeichnung Omega-6 oder Omega-3-Fettsäure hängt mit der Position der Doppelbindung der Moleküle zusammen. Bei den Omega-3-Fettsäuren liegt die Bindung am dritten C-Atom, bei Omega-6-Fettsäuren am sechsten C-Atom. Es kommt also lediglich auf die Länge der Ketten und die Anzahl der Doppelbindungen an, die den Unterschied der einzelnen Fettsäuren definieren.

Wirkung von Fischölkapseln

Omega 3 Fettsäuren Wirkungen

Die positiven Wirkungen von Omega3-Fettsäuren auf den Organismus wurden schon in vielen Studien bewiesen. Bildquelle: Subbotina Anna / Shutterstock.com

Fischölkapseln haben verschiedene Wirkungen, die in unterschiedlichen Studien eindrucksvoll bewiesen wurden. Zum einen verbessern die Inhaltsstoffe der Fischölkapseln die Cholesterinwerte, andere Studien deckten auf, dass sie den Insulinhaushalt regulieren. Damit sind Fischölkapseln generell hilfreich bei Diäten, denn sie sorgen für die bessere Verwertung von Kohlenhydraten. Zusätzlich wird Ihnen eine testosteronsteigernde Wirkung zugeschrieben, sodass der Muskelaufbau effizienter erfolgt. Darüber hinaus soll Fischöl im Kampf gegen Erkrankungen wie Alzheimer, ADHS und Depressionen eine wirksame Waffe sein.

Fischöl liefert Omega-3-Fettsäuren

Da unser Gehirn vor allem aus Fetten besteht, von denen die Fettsäure DHA einen Großteil ausmacht, ist diese Fettsäure die wichtigste für uns, wenn es um das Thema Hirngesundheit geht (DHA = Docosahexaensäure). Fischölkapseln liefern diese Omega-3-Fettsäure in konzentrierter Form. Das Problem der heutigen Ernährung ist, dass wir zu wenige Omega-3-Fettsäuren konsumieren und dafür zu viele Omega-6-Fettsäuren aufnehmen. Diese Omega-6-Fettsäuren benutzen Enzyme, die auch für die Synthese von DHA gebraucht werden. Im Ergebnis führt die übermäßige Ernährung mit Omega-6-Fettsäuren dazu, dass die Synthese von DHA gehemmt wird. Mit der Einnahme von Fischölkapseln bekommen wir das Problem allerdings leichter in den Griff. Der Körper hat wieder ausreichend DHA-Fettsäuren zur Verfügung und erleidet keinen Mangel. In der Folge ist der Körper besser vor Krankheiten wie ADHS und Alzheimer geschützt.

Fischöl wirkt entzündungshemmend

Während Omega-6-Fettsäuren Entzündungen im Körper fördern können, unterdrücken DHA und EPA Entzündungsherde. Werden Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren im richtigen Verhältnis von ca. 5:1 zugeführt, kommt es zu keinem Überschießen von Entzündungsreaktionen. Im Gegenteil finden Entzündungen in diesem Fall lediglich als Abwehrreaktionen des Körpers gegen Krankheitserreger statt. Dementsprechend zeigen zahlreiche Studien die verbesserten Abwehrkräfte von Menschen, die Fischöl aufnehmen. Nehmen beispielsweise Arthritis-Patienten Fischölkapseln zu sich, können Sie alleine deshalb die Menge anderer Medikamente zur Entzündungsbekämpfung deutlich reduzieren. Auch im Zusammenhang mit Depressionen wurde festgestellt, dass diese entzündungsbasiert sein können. Dementsprechend ist es durch die Aufnahme von Fischöl offenbar möglich, depressiven Verstimmungen entgegen zu wirken.

Positive Wirkung von Fischöl auf Gefäße

Die in den Fischöl-Kapseln enthaltenen Omega-3 Fettsäuren beugen Herzrhythmusstörungen vor, senken den Blutdruck und wirken Arteriosklerose entgegen. Dadurch helfen sie dabei, schwerwiegenden Herzkreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen vorzubeugen.

Anwendungsgebiete von Fischölkapseln

Die Anwendungsgebiete von Fischölkapseln sind vielfältig. Eine regelmäßige Aufnahme sorgt für:

  • ein stabileres Immunsystem 
  • weniger Entzündungen
  • einen verbesserten Blutdurchfluss
  • weniger depressive Verstimmungen
  • eine gesteigerte Gefäßgesundheit

Mit Fischöl den Blutfluss verbessern

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet von Fischöl liegt im Bereich der Blutgefäße. Zum einen führt die Aufnahme von Fischöl dazu, dass der Querschnitt kleiner Arterien erweitert wird. Das verbessert den Durchfluss des Blutes und entlastet das Herz. Der Blutdruck wird nachhaltig gesenkt. In der Folge kommt es dazu, dass die Nieren besser durchblutet werden, Fischölkapseln werden deshalb auch bei Diabetes-Patienten angewendet, um Nierenschädigungen zu reduzieren. Der Körper bildet aus dem Fischöl Hormone, die gegen Blutverdickung arbeiten, was in etwa vergleichbar mit der Wirkung von Aspirin ist. Dadurch werden Blutgerinnsel vermieden, so dass das Risiko eines Hirnschlags oder einer Lungenembolie verringert wird. Im Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen finden Fischölkapseln ebenso Anwendung, wie bei Herzinfarktpatienten. Bei Arteriosklerosepatienten hat sich die Verabreichung von Fischölkapseln ebenfalls bewährt, insbesondere bei hohen Triglyceridwerten. Die Wirkungsweise von Fischöl auf den Triglyzeridwert ist umso besser, je höher dieser ausgebildet ist.

Fischölkapseln bei Konzentrationsstörungen

Fischölkapseln helfen bei Konzentrationsstörungen. Bildquelle: wavebreakmedia / Shutterstock.com

Unausgeglichene Schüler, die unkonzentriert vor ihren Hausaufgaben und im Unterricht sitzen, sind wohl jedem bekannt. Ihnen fehlt die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Ihre Gedanken schweifen ab und können sich nicht auf die aktuelle Problemstellung fokussieren. Den Schülern fehlt es an Konzentrationsfähigkeit. Dieses Problem kennen jedoch auch Erwachsene: Die Arbeit läuft schleppend, die Aufgaben scheinen unlösbar und die Tatkraft zum Denken und Handeln scheint wie weggeblasen.

Omega 3 Fettsäuren gegen Konzentrationsschwäche

Mittlerweile ist es erwiesen, dass Omega-3-Fettsäuren für unsere Gehirnleistung ein ganz essentieller Bestandteil sind. Sie sind für die Nervenzellen ebenfalls von übergeordneter Bedeutung. Nicht nur bei Kindern, auch bei erwachsenen Menschen gibt es Hinweise, dass eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren die Leistungsfähigkeit stabilisiert und die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Die Einnahme von Fischölkapseln, die die wertvolle Omega-3-Fettsäure beinhalten, ist eine Möglichkeit, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern. Fehlende Nährstoffe drücken sich in Konzentrationsschwäche und allgemeiner Unlust aus. Speziell Kinder in der Wachstumsphase zeigen diese Symptome recht deutlich. Ist das Gehirn mit den entscheidenden Nährstoffen unterversorgt, hat es keine Möglichkeit, sein volles Leistungspotenzial zu entfalten. Sind Omega-3-Fettsäuren in ausreichender Konzentration im Körper vorhanden, stellt sich automatisch eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit ein. Studien haben ergeben, dass es dabei vor allem um die Versorgung mit der für das Gehirn wichtigsten Omega-3-Fettsäure DHA geht. Um allerdings einen nachweisbaren Effekt zu erzielen, ist eine Aufnahme über mindestens drei Wochen erforderlich. Dabei sollten die Kapseln regelmäßig und durchgängig eingenommen werden. Da Omega-3-Fettsäuren das gesamte Nervensystem positiv beeinflussen, fühlen sich Konsumenten nach eigenen Aussagen generell ausgeglichener und haben den Eindruck, dass ihre geistige Aktivität fokussierter, konzentrierter und effizienter abläuft.

Fischölkapsen bei Depressionen

Fischöl bei Depressionen

Fischölkapseln sollen bei Depressionen eine gute Hilfe sein.
Bildquelle: Johan Larson / Shutterstock.com

Fischölkapseln liefern mit ihren gut verwertbaren Omega-3-Fettsäuren einen wichtigen Baustein für den Hirnstoffwechsel. Die wertvollen Fette können gegen depressive Verstimmungen eingesetzt und bei leichten Depressionen verabreicht werden. Die Fettsäuren werden direkt im Gehirn aktiv und beeinflussen die Produktion von Serotonin und Dopamin, den so genannten Glückshormonen, im sprichwörtlich positiven Sinne. Die Ausschüttung der Glückshormone wird generell verstärkt. Ein Blick in Nationen mit hohem Fischkonsum wie Japan und Island gibt Aufschluss darüber, dass die dort lebenden Menschen auffällig wenig unter Depressionen leiden. Im Vergleich dazu erkranken Menschen in Ländern mit geringem Fischkonsum deutlich öfter an depressiven Verstimmungen.

Klinische Studien zur Wirksamkeit von Fischöl gegen Depression

Im Rahmen von klinischen Untersuchungen konnten allerdings nicht durchgängig positive Effekte auf die Psyche festgestellt werden. Manchmal schlugen die Präparate an, manchmal nicht. Die Unterschiede der Studien lagen zum Teil darin begründet, dass die Forscher unterschiedliche Präparate in verschiedenen Konzentrationen und abweichenden Fettsäurekombinationen verabreichten. Die Studien haben deshalb keine gemeinsame Basis, auf der sie miteinander vergleichbar wären. Da sich erst ab einer gewissen Zahl von vergleichbaren Patientenstudien ableiten lässt, dass Fischöl tatsächlich für den gemütserhellenden Effekt verantwortlich ist – und nicht etwa ein zufälliger Begleitfaktor – kann keine offizielle Empfehlung für Fischölkapseln gegen Depressionen ausgesprochen werden. Der aktuelle Forschungsstand reicht dafür leider nicht aus.

Im Selbstversuch zum Erfolg

Ein Selbstversuch jedoch lohnt sich allemal. Wer mit natürlichen Mitteln gegen depressive Tiefs arbeiten möchte, der trifft mit Fischölkapseln eine aussichtsreiche Wahl. Die Präparate sind fast immer frei von Nebenwirkungen, dennoch ist die Packungsbeilage aufmerksam zu lesen. Mundgeruch oder Verdauungsstörungen sind in der Regel die stärksten Nebenwirkungen, mit denen Konsumenten rechnen müssen. Bei starken Depressionen jedoch sollten sich Betroffene ihrem Hausarzt anvertrauen, denn Fischölkapseln ersetzen weder Antidepressiva, noch eine Psychotherapie. Menschen mit Herz- oder Blutdruckproblemen sollten generell vorher mit ihrem Arzt abklären, ob sich Fischölkapseln mit ihren anderen Medikamenten vertragen. Auch Schwangere sollten nicht unbedacht zu Fischölkapseln greifen, sondern die Einnahme immer zunächst mit ihrem Gynäkologen absprechen.

Fischölkapseln in der Schwangerschaft

Fischöl in der Schwangerschaft

Fischölkapseln haben positive Auswirkungen auf den Embryo. Bildquelle: Mila Supinskaya Glashchenko / Shutterstock.com

Ist es richtig, dass Fischöl in der Schwangerschaft dafür sorgt, dass die Kinder mit einer besseren gesundheitlichen Konstitution, intelligenter und schlanker zur Welt kommen? Das sind nämlich die Erwartungen, die viele werdende Mütter mit diesem Nahrungsergänzungsmittel verbinden. Allerdings müsste man schon von einem wahren Wundermittel sprechen, wenn all das auf Fischöl zutreffen würde. Eine Umfrage der Technischen Universität in München brachte zutage, dass knapp die Hälfte der befragten Schwangeren zu Fischölkapseln greifen, weil sie an die Wirkung glauben.

Einfluss von Fischöl auf ungeborenes Leben

Derzeit nicht bewiesen ist die Auswirkung auf das Körpergewicht von Babys. Im Rahmen von Tierversuchen hatte man im Vorfeld Hinweise darauf gefunden, dass die Entwicklung von Fettgewebe bei Embryos durch eine Gabe von Fischöl eingeschränkt wird. Doch Untersuchungen an über 200 Frauen zeigten, dass dem nicht so ist. Der Einfluss auf die Bildung von Fettgewebe bei menschlichen Embryonen ist also nicht nachweisbar. Darüber hinaus ist es klinisch nicht haltbar, dass Fischöl-Konsum die kognitiven Fähigkeiten von Kindern verbessert, Allergieneigungen entgegenwirkt, Wachstumsstörungen des Ungeborenen verhindert und entbundene Frauen vor Kindbettdepressionen schützt. Was jedoch erwiesen ist, ist die Auswirkung auf die Dauer einer Schwangerschaft. Schwangere, die Fischöl zu sich nehmen, sind einige Tage länger schwanger und bringen deshalb besser entwickelte Kinder mit höherem Geburtsgewicht zur Welt.

Fischöl kann das Risiko einer Frühgeburt senken

Besonders erwähnenswert ist die Auswirkung von Fischöl in Hinblick auf das Frühgeburtenrisiko. Es kann extrem frühe Geburten verhindern und die Austragezeit erheblich verlängern. Hinweise auf schädigende Nebenwirkungen lassen sich zumindest klinisch nicht nachweisen, obschon es keine ärztliche Empfehlung zur regelmäßigen Einnahme gibt. Mediziner raten zu einem überlegten Umgang mit dem Nahrungsergänzungsmittel und empfehlen dringend, die Einnahme von Fischöl mit dem Gynäkologen oder Hausarzt abzusprechen.

Video zu Fischöl und Omega 3 Nahrungsergänzungen

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